
Vom Entwurf zum Gesellenstück: Gesellenprüfung Teil 2 am BBZ Eckernförde
Mit der Gesellenprüfung Teil 2 ging für die angehenden Metallbauerinnen und Metallbauer am BBZ Eckernförde eine intensive und anspruchsvolle Ausbildungszeit zu Ende. In diesem Jahr stellten sich vier Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik, eine Metallgestalterin sowie drei Metallgestalter den finalen Prüfungsaufgaben.
In den Werkstätten des BBZ war in diesen Tagen deutlich zu spüren, was diese Prüfung ausmacht: Es wurde geplant, gemessen, geschweißt, gehämmert und gefeilt. Funken sprühten, Maschinen liefen auf Hochtouren und überall wurde konzentriert gearbeitet.
Mit viel handwerklichem Können, Ausdauer und Präzision fertigten die Prüflinge ihre selbst entworfenen Gesellenstücke, die anschließend der Prüfungskommission präsentiert wurden.
Die Vielfalt der Arbeiten spiegelte eindrucksvoll die Bandbreite des Metallhandwerks wider. Entstanden sind in diesem Jahr fünf sehr unterschiedliche Tische – darunter ein Schreibtisch, ein Couchtisch, ein Grilltisch, ein Schmiedetisch sowie ein sogenannter „Magischer Tisch“ bzw. Schwebetisch. Ergänzt wurden die Gesellenstücke durch eine Schwenkgarderobe, eine Tischlampe und eine Hängelampe. Jedes Werkstück überzeugte durch individuelle Ideen, saubere handwerkliche Ausführung und einen hohen gestalterischen Anspruch.
Während den Prüfungen wurden die Gesellenstücke in der Schule ausgestellt. Viele Mitschülerinnen und Mitschüler nutzten die Gelegenheit, sich die Arbeiten anzusehen und zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und dem handwerklichen Niveau der angehenden Junggesellinnen und Junggesellen.
Ein besonderer Moment nach der Gesellenprüfung ist das traditionelle Nageleinschlagen. Im Foyer des Haupteingangs steht ein massives Baumstammstück mit Metallsockel, in das die Auszubildenden ihre selbst geschmiedeten Nägel einschlagen – als sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. Jeder Nagel ist ein Unikat und spiegelt die Kreativität seines Erschaffers wider.
Seit vielen Jahren hat sich diese Zeremonie zu einer schönen Tradition entwickelt, die von Mitschülern, Lehrkräften, Gästen und Vertretern der Innung begleitet wird. So bleibt ein bleibendes Symbol für die vergangenen dreieinhalb Ausbildungsjahre erhalten.
Im Anschluss an die Prüfungen wurden die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen im Rahmen einer feierlichen Freisprechung im Haus des Handwerks in Rendsburg offiziell in den Gesellenstand erhoben. Obermeister André Walter würdigte in seiner Ansprache die Leistungen der vergangenen dreieinhalb Ausbildungsjahre und betonte, dass mit dem Abschluss nun auch die Verantwortung für das eigene berufliche Handeln beginne. Qualität im Handwerk entstehe durch Engagement, Disziplin und den Anspruch an die eigene Arbeit – Eigenschaften, die die neuen Gesellinnen und Gesellen bereits unter Beweis gestellt hätten. Mit der Übergabe der Gesellenbriefe wurde dieser bedeutende Meilenstein gebührend gefeiert und gemeinsam abgeschlossen.
Wir gratulieren allen Prüflingen herzlich zur bestandenen Gesellenprüfung und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg, Motivation und Freude am Metallhandwerk. Mit ihrem Engagement und ihrem Können haben sie eindrucksvoll gezeigt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein fertiges Meisterstück entsteht.
Weitere Einblicke in die Gesellenprüfung sowie die Freisprechung bieten die folgenden Beiträge:




































