
Aalborg Calling: Unser Erasmus+ Praktikum in Dänemark
Wir sind Kiara, Nele, Kathrin und Elena vom BBZ in Rendsburg und Eckernförde. Wir hatten im November 2025 die Möglichkeit, durch Erasmus+ für drei Wochen nach Aalborg, Dänemark, zu fahren, um dort ein Praktikum zu absolvieren.
Nach langem Warten ging es am 03. November in Rendsburg los. Gegen 16:00 Uhr wurden wir nach einer fünfstündigen Zugfahrt herzlich von Lars am Bahnhof empfangen. Danach sind wir zu unserem Apartment gefahren und haben Lene, unsere zweite Betreuerin, kennengelernt. Den Abend haben wir mit Pizza gemütlich ausklingen lassen.
Am Dienstag holte Lars uns morgens ab und begleitete uns zur Aalborg Handelsskole. Dort nahmen wir am Englischunterricht teil, in dem uns die Schüler die besten Sehenswürdigkeiten der Region vorstellten. Anschließend ging es mit einem Spiel und vielen Fragen zu unserem Aufenthalt in Aalborg weiter. Nach der spannenden Stunde wurden wir von Lene abgeholt und zum Gymnasium gebracht, wo wir den Deutschunterricht besuchen durften. Die Schüler hatten sich zuvor in Gruppen zusammengefunden und Fragen auf Deutsch vorbereitet. Gegen Mittag ging es weiter zu einem Café, in dem wir eine Kleinigkeit gegessen haben.
Am nächsten Morgen starteten wir früh, um zur Spitze Dänemarks, nach Skagen, zu fahren. Trotz starkem Wind und leichtem Nieselregen konnten wir gut beobachten, wie Nord- und Ostsee aufeinandertreffen. Außerdem entdeckten wir einige Robben und ihre Heuler. Danach ging es in die Stadt, wo wir shoppen und etwas essen waren.
Am Donnerstag besuchten wir ein weiteres Gebäude der Aalborg Handelsskole und erfuhren viel über das dänische Schulsystem und damit die Unterschiede zu unserem System. Mittags aßen wir erneut zusammen, und den restlichen Tag hatten wir Freizeit, bis Lene uns um 19:00 Uhr zum Bowlen abholte.
Am Freitag fuhren wir zu den Unternehmen IKEA, Aalborg Airport, SACKit und Inside Systems, um uns jeweils vorzustellen, da diese unsere Praktikumsfirmen für die folgenden Wochen sein würden. Außerdem hatten wir das Glück, den J-Day mitzuerleben. Der J-Day findet immer am ersten Freitag im November statt und läutet traditionell die Weihnachtszeit mit dem dänischen Weihnachtsbier ein.
In den darauffolgenden Wochen absolvierte jede von uns ihr Praktikum im jeweiligen Unternehmen. Die Erfahrungen waren individuell sehr unterschiedlich:
„Bei IKEA durfte ich in viele verschiedene Abteilungen hineinschauen und unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Bereits am ersten Tag fühlte ich mich als Teil des Teams. Ich habe viele neue Dinge gelernt und wertvolle Einblicke in die Arbeitskultur anderer Länder gesammelt.“ (Nele, 17)
„Am Flughafen hatte ich die Gelegenheit, zahlreiche Bereiche hinter den Kulissen zu entdecken und Mitarbeitende in ihren Arbeitsabläufen zu begleiten. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit und es gab keinerlei sprachliche Barrieren. Meine persönlichen Highlights waren der Besuch im Tower und die Möglichkeit, in einem Flugzeugcockpit Platz zu nehmen. Das Praktikum hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.“ (Kathrin, 23)
„Bei SACKit konnte ich spannende Einblicke in die Abläufe eines großen Unternehmens gewinnen. Mein persönliches Highlight war der Besuch in einem Möbelgeschäft, um die ausgestellten Produkte von SACKit vor Ort zu sehen. Auch wenn ich nicht viele eigene Aufgaben hatte, war es sehr interessant zu beobachten, wie sich dänische Firmen vor allem in Bezug aus Hierarchien und Arbeitskultur von deutschen unterscheiden.“ (Kiara, 18)
„Mein Praktikum absolvierte ich beim dänischen Unternehmen Inside Systems. Während der Zeit dort arbeitete ich überwiegend im Finance Department und erhielt Einblicke in Buchhaltung, Rechnungswesen und administrative Prozesse. Zudem durfte ich auch die Bereiche Sales, Warehouse und IT kennenlernen. Besonders schön war für mich, dass ich viele Aufgaben selbstständig übernehmen konnte, neue Freundschaften geschlossen habe und die skandinavische Arbeitskultur hautnah erleben durfte.“ (Elena, 20)
Insgesamt hat uns allen das Praktikum wertvolle Einblicke in die Arbeitswelten und -kulturen anderer Länder ermöglicht. Wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln, unseren Horizont erweitern und internationale Arbeitsweisen besser kennenlernen. Diese drei Wochen waren für uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich eine große Bereicherung.
Wir empfehlen jedem, der die Chance bekommt, sich für beim Auslandsprogramm von Erasmus+ zu bewerben – es ist eine einzigartige Gelegenheit, unvergessliche Erfahrungen zu sammeln und sich sowohl beruflich als auch menschlich weiterzuentwickeln.











